Was ist Liquiditätsplanung?
Liquidität bedeutet, jederzeit in der Lage zu sein, fällige Zahlungen zu leisten. Die Liquiditätsplanung (auch Cash-Flow-Planung) zeigt monatlich, ob mehr Geld eingeht als ausgeht. Unternehmen, die trotz Gewinn illiquide werden, sind häufig Opfer von langen Zahlungszielen oder saisonalen Umsatzschwankungen.
Der Liquiditätsrechner erstellt eine 12-Monats-Prognose unter Berücksichtigung von Fixkosten, variablen Kosten, Zahlungsverzug der Kunden und saisonalen Schwankungen.
Die wichtigsten Einflussfaktoren
- Zahlungsverzug: Bei 30 Tagen Zahlungsziel fließt der Januarumsatz erst im Februar ein – ein massiver Liquiditätshebel.
- Variable Kosten: Kosten, die proportional zum Umsatz steigen (z. B. Wareneinsatz, Provisionen).
- Saisonale Schwankungen: Handwerk, Gastronomie, Tourismus – hier kann die Liquidität im Winterquartal auf null sinken.
- Startguthaben: Das Sicherheitspolster zu Beginn des Planungszeitraums.
Engpass-Monate erkennen und gegensteuern
Der Rechner zeigt, in welchem Monat die kumulierte Liquidität erstmals negativ wird (Engpass-Monat) und wie hoch die minimal benötigte Kreditlinie ist. Typische Gegenmaßnahmen:
- Kontokorrentkredit (Dispo) rechtzeitig einrichten
- Zahlungsziele verkürzen oder Skonto anbieten
- Variable Kosten in schwachen Monaten reduzieren
- Liquiditätsreserve aufbauen (2–3 Monatsumsätze)
Häufig gestellte Fragen
Vorausschau auf Ein- und Auszahlungen. Zeigt rechtzeitig drohende Engpässe und hilft, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Cashflow = tatsächliche Einzahlungen − Auszahlungen. Bei 30 Tagen Zahlungsziel fließt der Umsatz erst im Folgemonat ein.
Startguthaben plus kumulierte Cashflows. Zeigt den verfügbaren Puffer zu jedem Zeitpunkt. Negativ = Handlungsbedarf.
Monatliche Einnahmen, die über oder unter dem Jahresdurchschnitt liegen. Bei 20 % Schwankung variieren die Umsätze um ±20 %.
Faustregel: 2–3 Monatsumsätze. Bei Saisonbetrieben oder langen Zahlungszielen mehr. Der Rechner zeigt den Mindestbedarf.