Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag (DB) ist eine zentrale Kennzahl der Kosten- und Leistungsrechnung. Er gibt an, wie viel ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Deckung der Fixkosten und zur Erzielung eines Gewinns beiträgt.
Die Formel für den DB I (Stückdeckungsbeitrag) lautet:
DB I = Nettoverkaufspreis – Variable Kosten pro Stück
Multipliziert man den DB I mit der Absatzmenge, erhält man den Gesamtdeckungsbeitrag. Zieht man davon die Fixkosten ab, ergibt sich der DB II – der Gewinn oder Verlust des Unternehmens.
DB I, DB II und DB III – die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
In der Praxis wird häufig eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung verwendet:
- DB I: Nettoerlös minus variable Kosten (Stückdeckungsbeitrag)
- DB II: DB I gesamt minus produktfixe Kosten (z. B. Maschinenkosten für ein bestimmtes Produkt)
- DB III: DB II minus bereichsfixe Kosten (z. B. Kosten einer Produktgruppe)
Dieser Rechner berechnet DB I und den vereinfachten DB II (Gesamtdeckungsbeitrag minus alle Fixkosten).
Break-Even-Analyse: Wann werden Kosten gedeckt?
Der Break-Even-Punkt (Gewinnschwelle) ist die Absatzmenge, bei der weder Gewinn noch Verlust entsteht. Die Formel lautet:
Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ DB I pro Stück
Beispiel: Bei Fixkosten von 5.000 € und einem DB I von 20 € pro Stück liegt der Break-Even-Punkt bei 250 Stück pro Monat. Jede darüber hinaus verkaufte Einheit erzeugt Gewinn in Höhe des DB I.
Erlösschmälerungen richtig berücksichtigen
Erlösschmälerungen wie Rabatte, Skonti oder Mengenbonus mindern den Nettoerlös. Sie sollten immer im Deckungsbeitrag berücksichtigt werden, da sie die Marge direkt verringern. Ein Skonto von 2 % auf einen Preis von 100 € senkt den Nettoerlös auf 98 € und damit den DB I um 2 €.
Häufig gestellte Fragen
Der DB I ist der Stückdeckungsbeitrag: Nettoverkaufspreis minus variable Kosten pro Stück. Er zeigt, wie viel ein Produkt zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
Der DB I ist der Stückdeckungsbeitrag. Der DB II ergibt sich, wenn vom gesamten DB I die Fixkosten abgezogen werden – er entspricht dem Betriebsergebnis (Gewinn oder Verlust).
Break-Even-Menge = Fixkosten ÷ DB I pro Stück. Bei dieser Menge deckt der Umsatz genau die Gesamtkosten – darunter Verlust, darüber Gewinn.
Abzüge vom Bruttoverkaufspreis wie Rabatte, Skonti oder Boni. Sie mindern den Nettoerlös und damit den Deckungsbeitrag.
Die Sicherheitsmarge zeigt, um wie viel Prozent der Absatz sinken darf, bevor Verluste entstehen. Eine Marge von 30 % bedeutet: 30 % Umsatzrückgang ist verkraftbar, bevor der Break-Even unterschritten wird.