So funktioniert der Inflationsrechner
Der Inflationsrechner zeigt Ihnen, wie Inflation Ihr Geld entwertet. Mit drei Tabs können Sie verschiedene Aspekte der Inflation analysieren: Kaufkraftverlust zeigt, wie viel ein heutiger Betrag in Zukunft noch wert ist. Zukünftiger Wert zeigt, wie viel Sie in Zukunft für einen heutigen Preis zahlen müssen. Historisch nutzt echte deutsche Inflationsdaten seit 2000.
Inflation bedeutet: Das gleiche Geld kauft mit der Zeit weniger. Bei 2% jährlicher Inflation hat 1.000 € in 10 Jahren nur noch Kaufkraft von ca. 820 €. Deshalb ist Investieren wichtig – Geld nur auf dem Girokonto zu lassen bedeutet sicheren realen Vermögensverlust.
Die Formel zur Inflationsberechnung
- Kaufkraftverlust: Realer Wert = Betrag ÷ (1 + Inflationsrate)^Jahre
- Zukünftiger Preis: Zukunftswert = Betrag × (1 + Inflationsrate)^Jahre
- Kumulierte Inflation: (Endindex - Startindex) ÷ Startindex × 100
Beispielrechnung: 10.000 € bei 3% Inflation über 20 Jahre
- Realer Wert nach 20 Jahren: 10.000 ÷ 1,03^20 = 5.537 €
- Kaufkraftverlust: 4.463 € (44,6%)
- Was heute 10.000 € kostet, kostet in 20 Jahren: 18.061 €
- Notwendige Rendite, um die Kaufkraft zu erhalten: mindestens 3% p.a.
Häufig gestellte Fragen
2024: ca. 2,2%, 2025: ca. 2,0%. Nach den Hochphasen 2022 (6,9%) und 2023 (5,9%) normalisiert sich die Inflation wieder in Richtung EZB-Ziel von 2,0%.
Aktien und ETFs schlagen Inflation langfristig (historisch 7-9% p.a.). Festgeld/Tagesgeld: Zinsen über Inflationsrate suchen. Immobilien und Rohstoffe als Inflationsschutz. Niemals nur Girokonto – das ist garantierter Kaufkraftverlust.
Der VPI misst die Preisveränderung eines typischen Warenkorbs (Lebensmittel, Wohnen, Energie, Mobilität etc.). Er spiegelt die durchschnittliche Inflation wider – individuelle Inflation kann stark abweichen (Mieter vs. Eigentümer, Vielfahrer etc.).
Kerninflation = VPI ohne volatile Energie- und Lebensmittelpreise. Sie zeigt den langfristigen Preisdruck und ist für die EZB-Geldpolitik wichtiger als die Gesamtinflation. Kerninflation 2024: ca. 3,0%.
Niedrige Inflation (0-2%) ist gesünder als Deflation. Bei fallenden Preisen verschieben Verbraucher Käufe ("Morgen ist es billiger"), was die Wirtschaft lähmt. Deshalb strebt die EZB 2% als Ziel an – genug Puffer vor der Deflation.
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