Der Einfluss von Fondskosten auf Ihre Rendite
Fondskosten erscheinen klein – 1,5 % p.a. wirken harmlos. Über 20–30 Jahre mindern sie Ihr Endvermögen jedoch dramatisch. Unser Fondsrechner macht diesen Effekt sichtbar: Der Unterschied zwischen einem ETF mit 0,2 % TER und einem aktiven Fonds mit 1,8 % TER kann nach 30 Jahren über 200.000 € betragen.
Aktive Fonds vs. passive ETFs
Der jahrzehntelange Streit ist durch Studien weitgehend entschieden:
- Über 80 % der aktiven Fonds schlagen nach 10 Jahren ihren Vergleichsindex nicht
- ETFs sind transparenter, kostengünstiger und steuerlich einfacher
- Aktive Fonds können kurzfristig Mehrrendite erzielen – langfristig selten
- Der Ausgabeaufschlag (3–5 %) benachteiligt aktive Fonds weiter
Ausgabeaufschlag: Eine versteckte Rendite-Bremse
Der Ausgabeaufschlag wird oft als "einmalige Kosten" verharmlost. In Wirklichkeit braucht ein Fonds mehrere Jahre, um diesen Nachteil aufzuholen. Bei 5 % Ausgabeaufschlag und 6 % p.a. Rendite dauert es über 1 Jahr, bis Sie die Startlinie überschreiten.
Wann können aktive Fonds sinnvoll sein?
In bestimmten Nischenmärkten (Frontier Markets, Small Caps, spezielle Branchen) haben aktive Manager mehr Informationsvorteile. Für den Kern eines Portfolios (>80 %) sind kostengünstige ETFs fast immer die bessere Wahl.
Häufige Fragen zum Fondsrechner
Die TER deckt die meisten laufenden Kosten ab. Hinzukommen können Transaktionskosten des Fonds (nicht in TER enthalten), Performance-Gebühren bei aktiven Fonds und Depotgebühren. Bei ETFs ist die TER oft die einzige wesentliche Kostenkomponente.
Große Anbieter wie iShares (BlackRock), Vanguard, Xtrackers (DWS) und Amundi bieten ETFs mit TER von 0,07–0,20 % p.a. Auf Portalen wie justetf.com können Sie ETFs nach TER filtern.
Nein. ETFs werden wie Aktien an der Börse gehandelt. Sie zahlen nur die Ordergebühr Ihres Brokers (oft 0–1 €) und den Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs, der bei großen ETFs minimal ist.
Der Break-even gibt an, nach wie vielen Jahren Sie den Ausgabeaufschlag "verdient" haben. Bei 5 % AA und 6 % Rendite beträgt der Break-even ca. 1 Jahr. Erst danach liegen Sie vorne gegenüber einem direkten ETF-Kauf.
Nicht unbedingt. Studien zeigen, dass vergangene Outperformance aktiver Fonds nur schwach in die Zukunft projizierbar ist. Kosten bleiben konstant, während Überperformance nachlässt. Vergangenheitsrenditen sind kein verlässlicher Indikator.
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