Was ist Festgeld?
Festgeld ist eine der sichersten Anlageformen: Sie legen Ihr Geld für eine feste Laufzeit bei einer Bank an und erhalten dafür einen garantierten Zinssatz. Das Kapital ist durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Person geschützt.
Festgeldzinsen korrekt berechnen
Die Berechnung von Festgeldzinsen hängt von der Zinsausschüttung ab:
- Jährliche Ausschüttung mit Wiederanlage: Zinseszinseffekt wirkt – Zinsen werden dem Kapital hinzugefügt
- Endfällige Zinsen (keine Wiederanlage): Einfache Verzinsung – Zinsen = Kapital × Zinssatz × Jahre
Besteuerung von Festgeldzinsen
Festgeldzinsen sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungssteuer:
- Abgeltungssteuer: 25 % auf Zinsen über dem Sparerpauschbetrag
- Solidaritätszuschlag: 5,5 % der Abgeltungssteuer (= 1,375 % der Zinsen)
- Sparerpauschbetrag: 1.000 € (Single) / 2.000 € (Ehepaar) – dieser Anteil ist steuerfrei
Beispiel: 20.000 € Festgeld, 3,5 %, 12 Monate
- Brutto-Zinsen: 700,00 €
- Sparerpauschbetrag (Single): 1.000 € – Zinsen vollständig steuerfrei!
- Netto-Zinsen: 700,00 € (da unter Freibetrag)
- Bei 50.000 €: Brutto 1.750 €, steuerpflichtiger Anteil 750 €, Steuer ca. 197 €, Netto ca. 1.553 €
Häufig gestellte Fragen
Festgeld ist eine sichere Anlage für eine feste Laufzeit zu garantiertem Zinssatz. Während der Laufzeit ist das Geld nicht verfügbar.
25 % Abgeltungssteuer + 5,5 % Soli auf Zinsen über dem Sparerpauschbetrag (1.000 €/2.000 €).
Ja, bis 100.000 € pro Person und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung garantiert.
1–2 Jahre bieten aktuell oft die besten Zinsen. Bei Zinssenkungserwartungen lohnt sich längere Bindung.
In der Regel nicht. Für Liquiditätsbedarf eignet sich Tagesgeld besser.
Verwandte Rechner
- Zinsrechner – Allgemeiner Zinsrechner
- Abgeltungssteuerrechner – Steuer auf Kapitalerträge
- ETF-Sparplanrechner – Alternative mit höherer Rendite
- Renditerechner – Reale Rendite nach Inflation